Schöne Festtage…

…wünsch‘ ich euch!

Happy Holidays, my lomonauts!

Und weil ich dieses Jahr noch nicht dazu gekommen bin, kommt jetzt mein erster und einziger Beitrag zu Weihnachten – Hohoho! 😉

Weihnachtsmarkt Flemhude

Weihnachten im Norden

Ich bin gar nicht so ein großer Fan von Weihnachtsmärkten auf denen es überall blinkt und billige Schlagermusik aus den Musikboxen neben den Fahrgeschäften dröhnt. Und beduselte Glühwein-Menschen mag ich auch nicht so.

Weihnachtsmarkt Flemhude
Anfang Dezember war ich daher auf dem sehr niedlichen, weil überschaubaren Flemhuder Weihnachtsmarkt, der nur an einem einzigen Tag stattfindet. Die Buden werden kreisförmig um die Dorfkirche herum aufgebaut und im Gemeindehaus kann man sich bei Kaffe & Kuchen vom steten im Kreis laufen erholen und aufwärmen (obwohl dieser Dezember wohl ein Märzglöckchen werden wollte…).

Überhaupt ist Flemhude ein richtig nettes Dörfchen mit Geschmack, eigenem Bienenstock und voller Motive. Im Sommer, als ich gerade 2 Kameras zum Testen bekommen hatte, bin ich mal einen ganzen Abend dort herumgeschlendert. Das Licht war so perfekt, dass dabei ein paar Lomographien entstanden sind, die ich sehr gerne mag…und die ich euch nun schon seit Monaten vorenthalte 😉 Aber das wird sich bald ändern. Der echte Winter kommt bestimmt bald um die Ecke und dann verwöhne ich euch mit ein bisschen Lomo-Sommer!

Der Flemhuder Weihnachtsmarkt glich dieses Jahr zum größten Teil einem fleischgewordenen DaWanda Popup Store, da an jeder zweiter Bude (wenn nicht sogar häufiger) tolle selbst genähte, gestrickte, eingemachte, gedrechselte, geschnitzte… Sachen angeboten wurden.

Schönerweise kamen die meisten Aussteller aus der Flemhuder Umgebung. Handgemacht und lokal, eine großartige Kombination. Mein persönliches Highlight darunter war schnell entdeckt: ein blau-weiß gestreiftes Kissen auf dem ein Teil einer Londoner Straßenkarte aufgestickt war.

Ein noch viel größeres Highlight war allerdings der Mittelpunkt selbst – die Dorfkirche. Die war nämlich bis zum Altar mit Büchern gefüllt! Eine Spendenaktion der besonderen Art, denn man konnte sich so viele (gebrauchte, aber gut erhaltene) Bücher aussuchen wie man wollte und anschließend ihren Wert selbst bestimmen. Es waren einige Schätze dabei und am Ende befanden sich David Nicholls Zwei an einem Tag, Erzählungen von Edgar Allen Poe und ein A3 großes Bilderbuch mit farbigen Stadtportraits aus dem alten Europa in meiner Handtasche.

Meine Kollegin – die strickhandwerklich wirklich sehr begabt ist (ihre Norwegen-Pullis sind ein Traum) – und ich überlegen noch, ob wir für nächstes Jahr nicht vielleicht einen eigenen Stand zusammenzimmern und uns dann in den Flemhuder DaWanda Weihnachts-Clan einreihen…
Aber egal, wie es kommt – nächstes Jahr schaue ich auf jeden Fall wieder vorbei! Und wenn ihr euch an jenem Sonnabend, an dem der Flemhuder Weihanchtsmarkt stattfindet (ich glaube, es ist immer der erste Samstag im Dezember) zuuufällig in der Nähe von Kiel aufhalten solltet, ist dieser Ort definitiv einen Abstecher wert!

……

Frohe Weihnachten und einen großartigen Rutsch ins neue Jahr, liebe Freunde! Ich bin gespannt, was uns 2014 alles erwartet (auch wenn es irgendwie eine krumme Zahl ist, oder?). Ich überlege noch, ob ich mich dieses Mal wieder an Vorsätze wagen sollte – ihr auch?

Auf jeden Fall: Danke für das schöne Jahr mit Euch – bis zum Nächsten!

Conny

Alle Bilder wurden mit einer Praktica L und einem DM Iso 400 aufgenommen (entschuldigt die ungeschnittenen Ränder;)

Lomo Challenge IV: Porträts & Herbst

Sind schon wieder 2 Wochen um? Na nee, das glaub ich jetzt nicht. Wer hat hier an der Uhr gedreht? Freiwillige vor!
Heute nun das fulminante Finale der Lomo Challenge, inszeniert von FeeistmeinName.  Das bedeutet, dass nach „Perspektive“ und „Markttag“„Lieblingsort“ und „Lichtspiel“ sowie Spiegelung & Alltag nun die letzten beiden Themen „Portäts“ und „Herbst“ an der Reihe sind (und mal eben 6 Wochen vergangen sind). Infos zu Kamera und Film seht ihr wie immer, wenn ihr mit der Maus über die Bilder fahrt.

Porträts. Ich muss gestehen, vor dieser Challenge hatte ich ein bisschen Schiss und war ganz froh, dass ich das Thema erst am Ende der Challenge ‚dran‘ war. Natürlich dachte ich, pft,bis dahin hast du ja noch massig Zeit, superkalifragilistigexpiallegetische Porträts zu schießen. Genau. Gemacht habe ich 3 Stück (das Attribut superkalifragilistigexpiallegetisch ist hier optional). Oh, bis 4 zählen schaffe ich gerade noch, das erste Bild ist nur schon etwas älter (meine Oma darf das;).
Ich würde die Kunst der Porträtfotografie gerne einmal lernen. Mich auf den Hosenboden setzen, Tipps und Theorie studieren und sie den ganzen lieben langen Tag lang an einem (armen) Freiwilligen ausprobieren und mir Notizen machen. Ich denke mal, so 2016 wird das bestimmt etwas (wer Lust hat, Modell zu stehen, kann sich gerne bei mir melden, es gibt auch Kuchen;).
Es gibt zwar ein paar Porträt-Lomos, die ich richtig gerne mag, wie zum Beispiel das Bild von meiner Cupcake oder von dieser Meerjungfrau hier, aber Hand aufs Herz: das waren alles Glücksgriffe – Momente, in denen Licht und Pi mal Daumen es gut mit mir meinten.

Meine Oma ist das Fotomodell in unserer Familie. Ich dachte, ich hätte einfach Glück gehabt und sie hätte die Kamera vielleicht gar nicht bemerkt, aber meine Oma ist ein ausgefuchster Profi. Auch auf alten Fotos ignoriert sie gekonnt jedes Blitzlichtgewitter, hat den Blick stets abgewandt, als ob dort niemand wäre, der mit der Kamera direkt vor ihrer Nase herumfuchtelt. Dufte, diese Frau.

Bei ‚Porträts‘ spielt mir das Licht gerne mal einen Streich, aber nach monatelangem Blende-Zeit-Rätselraten habe ich mir jetzt endlich eine Lichtmesser-App heruntergeladen! Wird demnächst (Party, gruselige Lichtverhältnisse, Blitz bleibt zu Hause) auf Herz und Lomos getestet.

Herbst. Mit dem Herbst halte ich es wie marcel2cv. Er hat drüben auf der Lomo-Seite nämlich einen Artikel mit ganz wunderbaren Fotografien von St. Peter-Ording veröffentlicht. Dazu schreibt er, dass der Herbst nicht immer mit „dicken Laubhaufen“ einhergehen muss. Recht hat er. Und mit seinen Bildern fängt er tatsächlich diese lieblich-raue Jahreszeit ein, ohne dabei ein einziges buntes Blatt zu zeigen. Das hat mir sehr imponiert. In die Herbst-Klischee-Falle bin ich natürlich trotzdem getappt. Nun denn. Hier kommt ein ganzer Schwung Herbst aus dem bunten Norden!

Aber ganz ehrlich, die meiste Zeit sieht es eher so aus-

Ein Klassiker im Herbst, oder? Wann geht man eigentlich sonst Drachen steigen (wenn er denn tatsächlich mal länger als ein paar Sekunden in der Luft bleibt…immer diese Windlöcher 😉

Zwischen diesen beiden Bildern liegen nur 3 oder 7 Minuten-

Zurück zu den heimischen Blättern und Beeren-

Dazu ein Self-made Redscale-Bildchen (bald mehr in einem DIY)-

Zum Schluss noch in paar Herbst-Impressionen aus dem letzten Jahr-

Inzwischen sieht es um uns herum jedoch etwas kahler aus, ich hoffe nur nicht wieder bis…Mai?!

Und als alter Frosty-Fan muss ich an dieser Stelle natürlich eins meiner Lieblingsgedichte zitieren:

Nothing gold can stay.

(© Robert Frost)

So sieht’s aus!

 

Macht ihr auch mit bei Fee’s Lomo Challenge? Dann hinterlasst doch euren Link im Kommentar and spread the lomolove – bin gespannt!

Conny

Lomo Challenge III: Spiegelung & Alltag

Leute, ich bin völlig fertig. Aber ich will diese Lomo Challenge unbedingt durchhalten, auch wenn sich sonst nichts mehr auf diesem Blog zu bewegen scheint 😉 Ich verspreche, dieses Jahr nicht mit einem Knall zu beenden, sondern das nächste mit einem Bäng zu beginnen, ihr werdet schon sehen! (denn darum geht es hier zur Zeit nur…)
Heute nun die dritte von vier Lomo Challenges, frisch serviert von FeeistmeinName. Bergfest war gestern, heute gibt es Spiegelei und Alltagsschmaus. (Die Bilder selbst haben dann aber nichts mit Essen zu tun;)
Wenn ihr mitmachen wollt – ihr habt noch ’ne Chance! In 14 Tagen ist Finale und bis dato gab es schon etliche Leckereien Werke zu den Themen „Perspektive“ und „Markttag“ sowie „Lieblingsort“ und „Lichtspiel“.
Vielen Dank auch für eure vielen Kommentare und Komplimente letztens. Ich bin so rot geworden, wie mein Redscale-Film hier 😉 Zu meinen Favoriten aus der letzten Challenge gehören die Schwarz-Weiß-Fotografien von Hier so…, die gerne mit Worten jongliert und der Lichttanz auf Geschwister Gezwitscher, echt schön, schaut mal vorbei!

Zu den Themen heute nur ein paar Schnappschüsse (außer beim 2. Bild, da habe ich mir Mühe gegeben…)

Alltag.

Ich mach‘ was mit Büchern… Ein geflügelter Satz hier in der Branche, aber so ist es! Und Sandra Bullock ist nicht ganz unschuldig daran (wer den Zusammenhang sieht, kriegt ’nen Lutscher!).
Im echten Leben arbeite ich in einem kleinen Verlag hier im Norden. Und unter uns, ich gehöre zu der Randgruppe von Leuten, die sich nach 17 Uhr die Buchstaben von der Hose streifen und sich Literaturverfilmungen im Kino anschauen.
Der ein oder andere hat es vielleicht schon mitbekommen…im Blog gibt es immer mal wieder Buchvorstellungen von neuen Filmen. Zuuufällig ging es darum auch in meiner Abschlussarbeit, die in ein paar Wochen als kleines Büchlein erscheinen wird, chihi. (Natürlich nicht in unserem Verlag, das wäre ja zu einfach 😉
Das Bild enstand übrigens auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse, Halle 8.

Wisst ihr noch? Damals, als die Sonne schien, als man mit Vogelgezwitscher aufwachte, noch bevor der Wecker klingelte und man jodelnd die Berge hinuntersauste. Gelegentlich peitschte einem ein Brombeerstrauch ins Gesicht, weil man sich nochmal und nochmal nach dem jungen Reh umdrehte, das nur wenige Meter vom Weg entfernt stand. Damals im Sommer bin ich mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren, war völlig außer Atem und nur leicht verschwitzt in meinem Verlag angekommen, das rechte Hosenbein schon wieder besudelt. Ein Traum.
Jetzt ist es schon fast duster, wenn man nach Hause kommt und bald … Nee, da kann ich jetzt wirklich noch nicht drüber nachdenken. (Winter, ugh!)

Wenn mal gerade kein Rehlein zur Hand ist, gibt es zumindest immer irgendwo eine Herde Schafe. Auf die ist Verlass. Sie stehen jetzt schon eine ganze Weile in der Nähe vom alten Gutshaus und nachdem ich das 12. Mal mit dem Autoradio auf volle Pulle an ihnen vorbeigerauscht bin (ja, ich höre Ndr2), hatte ich im letzten Monat endlich mal eine Kamera auf dem Beifahrersitz liegen. (Und irgendwie scheinen gerade alle Kameras mit Redscale-Filmen besetzt zu sein; Lubi, Diana…es bleibt rot!)

Und auch an diesen majestätischen Herren radel(t)e ich jeden Tag vorbei.

Spiegelungen.

Ach, ihr wisst es doch schon längst, ich liebe sie einfach! Egal in welcher Form, ob als doppeltbelichtetes Ungetüm hanseatischer Lieblings-Architektur…

…im gewölbten Schaufenster um die Ecke oder in den Herzen meiner Freunde…

…am Bahnsteig…

…oder als Sonnenuntergang im Stallfenster!

🙂

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Bis zum Finale,

Conny

Teil I der Lomo Challenge: Perpektive & Markttag

Teil II der Lomo Challenge: Lieblingsort & Lichtspiel

Lomo Challenge II: Lieblingsort & Lichtspiel

Willkommen zu Fee’s Lomo Challenge Teil 2! Einen Monat lang hatten wir Lomonauten Zeit, uns in der Welt nach Fees vorgeschlagenen Themen umzuschauen und essenzielle Lomo-Frage zu stellen: Wen könnte ich noch zu einem Portrait verdonnern überreden, wo versteckt sich der Herbst? Sollte man ihn crossen oder stiehlt man ihm damit die Farben?
Fortan gibt es alle 14 Tage die Ergebnisse zu je zwei Themen, die Premiere fand letzte Woche unter den Mottos „Perspektive“ und „Markttag“ statt.
Wenn ihr auch gerne lomografiert oder noch eine analoge Kamera herumstehen habt, dann macht doch einfach mit! Der eingelegte Film von 1996 muss schließlich irgendwann mal voll werden 😉 Die Challenge läuft noch bis Ende November.
Mir hat es jedenfalls riesigen Spaß gemacht, bei anderen Bloggern zu luschern; man wurde schier geblendet von den vielen bunten Markttagen, von den Vogel- und Froschperspektiven. Aber es waren auch wunderbar leise Bilder dabei, wie z.B. der eingefangene Regen auf Meine Glasglocke oder die kleinen Blumenmonster auf Candeeland.
Und heute geht’s weiter! Für den zweiten Teil der Lomo-Challenge hat Fee ein L gezogen. L wie Lichtspiel und Lieblingsort. (Und wenn ich mir die Bilder so anschaue, schleicht sich noch heimlich ein drittes Thema ein: Rot! (in leicht abgewandelten Nuancen…)
Dieses Mal will ich mich sogar an die Regeln halten. Heute gibt es ausschließlich frische Bilder, die ich für diese Lomo-Challenge aufgenommen habe. Und es sind genau 4 Stück, welch großartige Ausbeute. Alle anderen, nach Aufmerksamkeit schreienden „alten“ Bilder habe ich zurück in die Schublade verbannt! (>.<)

PS: Kamera und Filmmaterial erscheint wieder, wenn ihr mit der Maus über das Bild streicht.

Lieblingsorte.

Das Schöne an Lieblingsorten ist, dass sie ziemlich flexibel sein können, je nach Stimmung. Und sich manchmal einfach zwangsläufig verändern. Als ich noch am Meer gewohnt habe, bin ich, je nach Wetterlage, abends aus dem Fenster geklettert, hab die Beine baumeln lassen und überprüft, ob die Sonne auch wirklich keinen Laut von sich gibt, wenn sie aufs Meer trifft.
Das war mein Lieblingsort, zumindest im Sommer. Heute ist er es nicht mehr, denn in dem Haus wohnt inzwischen eine andere Familie (oder Familien, denn es ist jetzt ein Ferienhaus).
Dafür ist die Nähe zum Wasser ein Lieblingsort geblieben, egal ob auf, im oder unter Wasser, ist ja kein Geheimnis. Oben im Bild seht ihr übrigens unseren Bodden, eine Art inneres Küstengewässer (also Lagune^^) zwischen dem Festland und der Landzunge Fischland/Darß mit Zufluss zur Ostsee.

Dort, wo ich zur Zeit hause, ist das Meer zwar nie weit, aber auf dem Weg dorthin kommt man an vielen Seen vorbei, die das Kieler Vorland schmücken.
Hm, kann sich zufällig noch jemand an die ARD-Vorabendserie Sternenfänger erinnern? Dort gab es von Dienstag bis Freitag immer um 10 vor 7 dramatische coming-of-age Geschichten mit Oliver Pocher als unverstandener Sohn aus reichem Haus und Nora Tschirner als … Nora Tschirner, 10 Jahre vor Keinohrhasen, gleiche Rolle. Im Vorspann (unglaublich, an wie viel man sich erinnert, kann man das löschen?) saß die Clique auf einem Steg, ähnlich wie bei Dawson’s Creek, und ich fand dieses Bild, oder zumindest die Vorstellung davon, ur-romantisch und herzerfüllend. Öhm… ja. Von da an wollte ich unbedingt in einem Haus am See wohnen, aber nur mit Steg. Peter Fox tat sein Übriges.
Jetzt habe ich meinen Steg und ich muss euch leider sagen: er müffelt. Man sieht es zwar nicht auf dem Bild, aber ich traue mich kaum 2 Schritte auf ihn zuzugehen. Eine wackelige Angelegenheit.
Wen mann es dann aber Indiana Jones-mäßig bis ans Ende des Stegs geschafft hat, wird man mit einer herrlichen Aussicht belohnt und kann sich entspannt auf den wettergegerbten Brettern niederlassen. (Meine Beine möchte ich aber trotzdem lieber nicht ins Wasser halten, aus, ehm, hygienischen Gründen.. 😉

Lichtspiele.

Dieses Bild entstand unweit der Steg-Romantik und wurde ebenfalls mit einem Redscale-Film aufgenommen, wie man gar nicht so leicht erkennen kann! Das Licht an diesem Tag war sehr verspielt und warm, überall funkelte und blitzte es zwischen den Bäumen hervor. Der See dahinter ist übrigens der Westensee, ein sehr netter See. Nett und…seicht.

Ende des Sommers bin ich gefühlte 24 Mal in dieses Feld gelaufen. Morgen ist bestimmt alles weg! rief ich den Leuten zu und rannte schon beim geringsten Anzeichen eines rot-roten Sonnenuntergangs in Puschen und Mantel in die Gerste. Mittlerweile könnte ich ganze Wände damit plakatieren. Gerste in Silhouette (in diesem Bild eher im Hintergrund…), Gerste in X-Pro, Gerste in digital, you name it, denn rot-rote Sonnenuntergänge gab es dieses Jahr schöner Weise zuhauf. Und auch die Gerste stand am nächsten Morgen noch stramm auf ihrem Feld…bis vor Kurzem zumindest, jetzt ist sie wirklich weg.

Macht ihr auch bei Fee’s Lomo Challenge mit? Dann hinterlasst doch euren Link im Kommentar and spread the lomolove – bin gespannt!

Bis zur nächsten Challenge,

Conny Red

Teil I der Lomo Challenge: Perpektive & Markttag

Eine Milchbar in Stralsund

Ich muss zugeben, dass ich ab und zu luschere, durch welche Suchbegriffe die Leute wohl auf meinen Blog gelangen. Natürlich nur aus rein wissenschaftlichen Gründen (also reiner Neugier). Neben einfachen Schnitzeljagd-Hinweisen wie lomo blog oder lomography meer, sticht immer wieder ein Suchbegriff hervor: Milchbar Stralsund. Hm? Ah, stimmt, in einem meiner ersten Blogeinträge geht es um ein Lomoherz-Bild, welches auch auf den bedruckten Werkhaus-Hockern zu finden ist.
Na guut, es ist nicht wirklich mein Bild, das darauf abgedruckt ist, aber es sieht ihm ziemlich ähnlich (räusper). Und dieses Bild zeigt die Milchbar Stralsund. Der Rest des Artikels hatte dann aber eher weniger mit der nostalgischen Bar zu tun, die jahrelang in trister Einsamkeit und unter den wehmütigen Blicken von Einheimischen und Touristen verfiel. Um die Gastbesucher aus den Suchmaschinen nicht länger auf die Folter zu spannen, war es höchste Zeit, mal etwas Neues über die Milchbar zu schreiben – wie es momentan um sie steht, ob sie in ihrem alten Glanz erstrahlt oder bald der Vergessenheit angehören wird.
Anbei also ein Bericht von einer, die bei jedem Besuch in der Hansestadt erst einmal gucken musste, ob das alte quietschgelbe Gebäude am Neuen Markt noch steht.

So sah es am Stralsunder Neuen Markt vor etwa 1-2 Jahren aus:

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Die Stralsunder Milchbar, angelehnt an das amerikanische Konzept zur Zeit der Prohibition, nach jahrelangem Leerstehen und dem Verfall nahe. Beliebter Treffpunkt seit 1956, nach der Wende geschlossen, wie so viele Traditions-Läden in den neudeutschen Städten, davor Schnapsbrennerei und Café. 

Im Internet und den Zeitungen kursierten immer wieder die wildesten Geschichten und Pläne über einen möglichen Teil-Abriss, Sanierungsarbeiten und Umfunktionierung zum Bürogebäude bis hin zum Herzenswunsch der meisten Stralsunder – die Wiedereröffnung der alten Milchbar.
Und dann war es endlich offiziell: Das denkmalgeschützte Haus am Neuen Markt 13 soll bis Anfang 2013 in ein Wohnhaus mit Gewerbeflächen umgebaut werden. Gewerbeflächen im Plural. Damit war die Aussicht auf ein Milchbar-Revival erst einmal dahin. Bis das Restaurant im Juni dieses Jahres von einem Ehepaar unter dem alten Namen wiedereröffnet wurde.

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Jetzt haben die Stralsunder ihre alte Lady wieder.

Im Sommer, ungefähr 2 Wochen nach der Eröffnung, schauten meine Mama, die den Laden noch von früher kennt, und ich mal hinein und schlemmten uns durch sämtliche Eissorten. Lecker!

Ob die Milchbar ihren Kultstatus von früher wiedererlangen kann, wird sich noch zeigen, denn an das ursprüngliche Konzept erinnert heute nur noch der geschwungene Schriftzug, die Jukebox und die schwarz-weiß Fotografien an den Wänden. Das neue Konzept steht nicht mehr unter dem amerikanischen Einfluss der 50er und 60er Jahre, sondern vielmehr unter dem Stern einer italienischen Snackbar, wie sie nunmehr in jeder Stadt zu finden ist. Auf der Uniform der Kellnerinnen steht „Milchbar & mehr“ und dieses „mehr“ steht für die zusätzliche Speisekarte, die brav neben der Eiskarte liegt. „Pasta und Pizza“ zählen nun ebenfalls zu den Spezialitäten des Hauses – mit einem vielfältigen Angebot, angefangen bei der breitgefächerten Auswahl an Bruschetta, die einem schon auf der zweiten Seite das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Aber mit dem Mut, ein altes Stadtjuwel in neuem Glanz erstrahlen zu lassen, kommen auch die Zweifel und die hohen Erwartungen. Viele, die die Milchbar von früher kennen, vermissen die Liebe zum Detail und das unkonventionelle Lebensgefühl, das dieser Ort zu seinen Hoch-Zeiten ausstrahlte. Momentan profitiert das Lokal von seinem neuen Antlitz und von der Erinnerung an Schmalz-Tollen und Petticoats, vom Retro-Charme einer längst vergangenen (besseren?) Zeit, wie sie vielleicht noch in den Köpfen einer ganzen Generation gespeichert ist. Meiner Meinung nach wird dies als Alleinstellungsmerkmal auf lange Sicht jedoch nicht genügen. Um sich gegen die Konkurrenz in der Stadt, und vor allem am Neuen Markt, durchzusetzen – der nächste Italiener ist tatsächlich nur 2 Häuser entfernt – fehlt es dem Snack-Café/Restaurant noch an Einzigartigkeit, an unkommerzieller Leichtigkeit und Ideenreichtum, auch mit Hinsicht auf Geschmack und Auswahl der Eissorten, die gut, aber nicht außergewöhnlich gut sind. Auch das Personal hätte etwas charmant-freundlicher daherkommen können, obwohl man sich so kurz nach der Eröffnung vielleicht auch ersteinmal zusammenraufen muss…

Natürlich kann man nicht einfach dort anknüpfen, wo die alte Milchbar aufgehört hat, ohne den Blick in Richtung Zukunft und Tendenz zu wenden. Aber wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann wäre es ein bisschen mehr Liebenswürdigkeit, ein ausgefalleneres Angebot, das anderen Eisdielen die Show stiehlt, und Mitarbeiter, die sich nicht anmerken lassen, dass sie überfordert sind, sobald alle Außenplätze belegt sind. Ein Schritt in diese Richtung ist die Einführung der ‚Retro-Karte‘, die zum Zeitpunkt unseres Besuches noch in Vorbereitung war, inzwischen aber bestimmt auf den zahlreichen Tischen ausliegt. Auf diesen Karten werden wieder die alten Klassiker, wie z.B. der Taucher und mehr zu finden sein. Und vielleicht fühlt man sich dann, mit dem geringelten Strohhalm in der aufgeschäumten Erdbeermilch, in eine Zeit versetzt, die der neuen Milchbar alte Werte verspricht und sie zu dem macht, was sie einst war: ein unverwechselbarer Ort, den jeder kennt und der noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Der Nostalgie zuliebe und weil es einfach ein Erlebnis für sich ist, sollte man die Milchbar mindestens einmal besucht haben, wenn man in der Nähe ist. Und dann bestellt doch bitte einen Taucher für mich mit! 🙂

Die Hansestadt Stralsund ist übrigens unbedingt einen Abstecher wert, in den letzten Jahren hat sich dort viel getan. Die meisten der 700 denkmalgeschützten Gebäude wurden inzwischen auf Hochglanz poliert und der mittelalterliche Stadtkern, der sich mit Wismar einen Weltkulturerbe-Titel teilt, hat ein ganz eigenes Flair. Als Deern von der Waterkant liebe ich natürlich alle Hansestädte, aber Stralsunds Innenstadt und Architektur, in Backsteingotik und bunten Farben gehalten, haben ein Extra-Plätzchen im Lomoherz. Außerdem gibt es dort echte Meeresschildkröten.

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Eine schöne neue Woche für euch und bis demnächst,

Conny Hansen

Neulich auf meiner Fahrt zum Regenbogen.

Überraschung! Statt einer Flut nasskalter Unterwasser-Bilder gibt es an diesem grauen Sonntag bunte Regenbogen-Knaller, über die ich einmal zur vollen Stunde lachen muss.

Regenbogen (13) quetsch drängel

Lomo-Kamera La Sardina, diverse Filter und ich… immer wenn wir drei zusammen sind, kommt so etwas bei heraus. Nach den Sepia Buchseiten wollte ich ein bisschen Farbe in meine gefilterten Bilder bringen. Transparentes Buntpapier hatte ich gerade nicht zur Hand (tsk), also mussten die kleinen verschiedenfarbigen Blitzfilter, die bei jeder Diana F+ mitgeliefert werden, herhalten. Ich legte 3 Streifen übereinander, schön überlappend, damit neue Farben entstehen, und befestigte sie mit Tesa auf einer transparenten Folie. Diese schnitt ich zurecht, legte sie zwischen Kamera und Negativ und nahm wieder ein bisschen Tesa, um den Filter dort zu befestigen, damit er beim Filmtransport nicht davonrutscht.

???????????

Als Film wählte ich einen DM-Farbnegativ-Film mit ISO 400, da der Filter zwischen Linse und Film meiner Meinung nach eine ganz schönes Licht-Hindernis darstellte. Ehrlich gesagt hatte ich mal wieder erwartet, dass die Bilder zu dunkel werden würden, um darauf Details erkennen zu können.
Diese Sorgenfalte hätte ich mir wirklich sparen können.

Regenbogen (25)

Sobald die Bastelstunde beendet war, brauste ich los in Richtung Nord-Ostsee-Kanal, an dem man wunderbar mit dem Rad entlang fahren kann. Nur nicht dort, wo ich wohne. Da muss man erstmal einen Umweg fahren. Also – falls ihr jemals eine Tour von Kiel nach Brunsbüttel entlang des NOK planen solltet – fangt damit lieber erst in Sehestedt an.

Raus aus dem Dorf, rein in die unberührte Natur. Aber nie ohne Fahrradkarte, schließlich möchte ich kein Hünengrab verpassen. Außerdem stand ich letztens vor besagtem Nudisten-Camp und kam nicht weiter.

Egal in welche Richtung man hier in Schleswig-Holstein fährt, irgendwann kommt man immer an einer Herde Kühe vorbei.

Diese hier habe ich ganz besonders ins Herz geschlossen. Ihr müsstet die mal live erleben, herzallerliebst. Das müssen die goldigsten und lustigsten Kühe im ganzen Land sein.

Regenbogen (12) hö

Mein Liebling unter ihnen heißt übrigens Ohrfeige. Und sie hört sogar auf diesen Namen! Zumindest wenn ich mit Löwenzahn wedelnd vor dem Zaun stehe. Fressen tut sie ihn allerdings nie. Da lässt sie ihren Freundinnen großzügig den Vortritt. Und die zieren sich gar nicht, mir ihre gierigen fleischigen Zungen entgegen zu strecken! Yum!

Da bekommt der Begriff Cow Kiss eine ganz neue Bedeutung :()

Regenbogen (19) slurp - ganz schön gierig

Nach einer Weile konnte ich mich endlich losreißen und kam wenig später an einem Ausguck an, der auch gleichzeitig Sackgasse ist. Von hier aus kann man nur noch Richtung Osten, also Richtung Kiel radeln. Dafür hat man einen schönen Blick auf den Kanal und die Boote, die zum Flemhuder See hin ihren Anker auswerfen und im Sommer dort auch mal baden gehen (also die Besatzung, nicht die Boote). Eine Schleuse ist nicht weit.

Als meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt schippern hier echte Schwergewichte vorbei. Meistens in Form von Containerschiffen, deren Proportionen nicht von dieser Welt sein können. Auf Bildern sehen sie eigentlich immer recht harmlos aus, aber sobald ein Crew-Mitglied an Deck auftaucht, kommt es einem so vor, als hätte sich hier irgendjemand im Maßstab vertan. Wirklich, diese Dinger sind einfach riesig!

Auf der NOK Website soll sogar angekündigt werden, wenn und wann und wo Promi-Schiffe wie die Queen Mary den Kanal passieren. An diesem Tag habe ich jedoch keine Kreuzfahrtschiffchen entdeckt. Kurioserweise sehe ich die immer nur von der Arbeit aus, was ein bisschen surreal ist, da man von dort aus nur das obere Deck und die Brücke, jedoch kein Wasser sehen kann. Schon lustig, wenn du nichtsahnend dein Pausenbrot vertilgst und auf einmal so ein gewaltiges weißes Schiffshaupt zwischen den Baumkronen hervorlugt.

Auf Fahrradtouren mag ich es gar nicht, wenn man den gleichen Weg wieder zurückradeln muss und glücklicher Weise führen hier viele Wege aufs Land. Auf meinem Rückweg, auf dem ich natürlich Gegenwind hatte, kam ich an ein paar Traumhäusern und einem kleinen See vorbei.

Und hielt auch kurz unter dieser Brücke an. Über mir die Autobahn, was ein bisschen unheimlich war. Gut, dass man auf der A210 nur 120km/h fahren darf. Und wie passend, dass die Rot-Grün Grenze im Filter direkt auf der Höhe des Ufers entlangläuft…

Regenbogen (31) unter der Autobahn

Wenn ihr das nächste Mal am Nord-Ostsee-Kanal seid, schaut ruhig vorbei. Auf der A7, die über den Kanal führt, ist momentan sowieso jeden Tag Stau. Marode soll sie sein, die Rader Hochbrücke – das gibt einem doch gleich ein ganz neues Gefühl der Verkehrssicherheit!

Und was denkt ihr über Filter? Immer für eine Überraschung gut oder Vergeudung eines perfectly fine film? Ich nehme auch gerne Vorschläge für zukünftige Filter-Safaris an 😉 Die Sardina ist da einfach die perfekte (und recht zuverlässige) Partnerin – probiert es an sonnigen Tagen einfach mal aus!

Schöne Sonntags-Grüße,

Conny R. Regenbogen

Weekly Photo Challenge: Unusual Point of View

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Ein kleiner Vorgeschmack auf den Post mit der roten KRABBE!
🙂

Auf den ersten Blick mag man vielleicht nichts erkennen, aber tatsächlich versuche ich hier ein Bild von mir zu machen. Unterwasser. Die rote Krabbe ist nämlich ein Unterwassergehäuse für meine Lomo LC-A Kamera und der komische Himmel da über mir ist eigentlich die Wasseroberfläche! Nichts war vor mir sicher, keine Qualle, kein behaartes Bein, kein Möchtegern-Hai (= Möwe).
Ob diese Bilder wohl etwas geworden sind? Bald seht ihr es. Also schnallt euch schon mal die Taucherbrillen um 😉

A little taste of my upcoming post including my brand-new red KRAB!

At the first glance you might not see anything at all, but I’m actually trying to take a picture of my underwater self (if you try real hard you can see a bit of my left ear;). Yes, the red Krab is indeed an underwater housing for my LC-A lomo camera! And that strange-looking sky over my head is actually the water surface – surreal, no?
Nothing was safe from me – no jellyfish, no hairy leg, no wanna-be shark (= gull). And how did those pictures turn out? Well, you’ll soon find out (along with me), so you better start looking for those diving goggles 😉

Weekly Photo Challenge: Sea

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Wie könnte ich diese Challenge ignorieren?! Conny und das Meer, 4ever and ever. Hier auf Lomoherz wurden schon so einige Meer-Bilder verbraten und demnächst kommt nochmal ein nigelnagelneuer Schwall Fotos aus meinem Urlaub und auch die ersten Bilder von meiner Unterwasser-Expedition hinzu…

Dieses Bild entstand jedenfalls auf Usedom, aufgenommen im Mai 2009. Ich kann mich noch gut daran erinnern, denn in diesem Kurzurlaub wagte ich die ersten Schritte mit meiner just-ersteigerten LC-A. Sie kam noch gerade rechtzeitig vor meiner Abreise an, sodass ich kaum Zeit hatte, mich richtig mit ihr vertraut zu machen. Daher knipste ich einfach munter darauf los – und was es für tolle Motive gab! Die wunderschönen Ostseebäder samt Seebrücken, ein viktorianischer Jahrmarkt mit Hochradfahrern und Kettenkarussel, eine lustige Bimmelbahn und unser Hotel war ebenfalls ein pittoresker Traum.
Nur blöd, dass ich vergessen hatte Batterien in die Kamera einzulegen…
Das Bild oben wurde also nicht lomografisch aufgenommen, sondern mit einer vollautomatischen analogen Kamera, die meine Mutter damals noch benutzte. Schön finde ich es trotzdem und ich muss jedes mal schmunzeln und dann gleich mit dem Kopf schütteln, wenn ich an die vertanen Chancen denke, die meiner eigenen Schusseligkeit geschuldet sind. Soo typisch 🙂

As I am living close to the Baltic Sea, this challenge was too good a chance to pass up!
The picture was taken on Usedom, a small island in the east of Germany. Meteorologically speaking, it is the sunniest place in all of Germany!
I remember this photo well, because it is not lomo at all. I had just bought a used LC-A and wanted to try it straight away during my short holiday break. And I did, snapping away at a Victorian-looking fair and (supposedly) capturing pictures of men riding penny-farthing bibycles.
Alas, without checking the batteries first…
Perhaps we had a gut feeling, for we were also taking quite a lot of pictures with my Mom’s camera. Back then she was still using her analogue one, which was even more of a toy camera than the lomogrpahic ones, minus the lomo features. Push the button and the film gets automatically transported forward – you don’t have to worry about a thing.
But at least she had some batteries in there 🙂

Even though it is missing a proper foreground and always reminds me of all the passed opportunities, I like looking at this picture with the little hut and the red flag telling you that the sea is too rough today to go swimming. Notwithstanding the beach chairs, it is perhaps the most Californian place in Germany as well 😉

Die Welt in Bildern*

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Heute am *World Photography Day gibt es ein Bild, welches mit einer Kamera aufgenommen wurde, von der noch niemand weiß (dass ich sie habe)!

Nur soviel: Es ist keine Lomo-Kamera im traditionellen Sinne (aber natürlich trotzdem analog) und ich habe mich während der ‚auf-Herz-und-Nieren-Prüfung‘, die ich für den eigentlichen Besitzer gemacht habe, arg in sie verliebt. Und vielleicht kann ich eines Tages zu ihr sagen: Fräulein, du hast mich jetzt an der Backe (oder wohl eher umgekehrt).

Anhand des Bildformats kann man ja schon ein bisschen schlussfolgern, dass es sich hier um eine Mittelformatkamera handeln muss, aber mehr wird nun wirklich nicht verraten! Nur, dass sie momentan nicht die einzige geheimnisumwitterte Kamera in den Lomoherz’schen Reihen ist…

Vermutungen werden (vielleicht) wahrheitsgemäß in den Kommentaren beantwortet 😉

Mystery Camera, Fuji Velvia (120) 100F, X-Pro, aufgenommen in einem Dorf irgendwo in Norddeutschland (noch ein Rätsel!).

Tag am Meer

Es gibt nichts zu verbessern, nichts was noch besser wär,
außer Dir im Jetzt und Hier und dem Tag am Meer.

Zugegeben, die Stadt Kiel ist nicht gerade für ihre architektonische Schönheit berühmt-berüchtigt. Aber die vielen Buchten und Strandabschnitte drumherum haben durchaus ihren Charme…

Tag am Meer (11)

Neben Kalifornien und Laboe (ja, das sind hier echte Namen), zieht es Sonnenanbeter und Surfer auch gerne mal nach Heidkate. Der Strand liegt ca. 20 Minuten östlich der Kieler Innenstadt und verfügt über ausreichend (Natur-)Parkmöglichkeiten. Zumindest im Frühsommer.

Tag am Meer (13)

Die kilometerlangen Strände, die ich von zu Hause kenne, sind oft von Holzbuhnen und Begrenzungen zu den Dünen, die man eigentlich nicht betreten darf, umsäumt. Nicht so in Heidkate. Hier gibt es viele kleine Strandbuchten, in denen man sich fast verstecken kann, vor allem vor windigem Strandwetter. Die Dünengräser wachsen hier nicht gradlinig, sondern wild und als Wellenbrecher liegen Felsbrocken im Wasser.
Willkommen am Naturstrand.

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Wem das Wasser zu kalt ist und gerade kein Buch zur Hand hat, dem wird trotzdem nicht so schnell langweilig. Am Horizont schippern Segel- und Kreuzfahrtschiffe in allen Größen und Farben entlang, während sich an der ‚Brandung‘ Stehpaddler, Kitesurfer und Skimboarder abwechseln; weiter hinten brettern Windsurfer übers Wasser.

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Und wer nicht mehr liegen mag, kann 3,7 km lang Muscheln und von der See geschliffene Glassscherben sammeln…oder einfach nur aufs Meer hinausschauen.

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Alternativ kann man aber auch dem Schnack aus der benachbarten Bucht lauschen oder sich mit dem Fernstecher in die Dünen legen.

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Ob es dort auch einen FKK Strandabschnitt gibt, habe ich bei meinem letzten Besuch gar nicht feststellen können (es war definitiv noch zu kalt…), aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man hier in S-H etwas zugeknöpfter an diese Art der Zurschaustellung herangeht. Dafür gibt es eine halbe Stunde weiter westlich ein ganzes Nudistencamp, komplett verbarrikadiert. Für welche Seite das jetzt von Vorteil ist, sei dahingestellt. Hunde dürfen übrigens mit an den Strand.

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Ahoi!

Ein Tag am Meer, ein Tag am Strand von Heidkate.

Diana F+ mit Lomography X-Pro 200 Slide Film

Dazu ein Kommentar aus Diana’s Diary:

Hell, yeah.