Danke für die Blumen

Preisverleihung (13)

Letzten Monat fand die Preisverleihung des Medienpreises in Südtirol statt. Ich war auch dabei. Und bekam den Award für die Kategorie Blog, für meinen Beitrag „In 7 Tagen durch Südtirol – ein LomoRoadtrip“. Es war einfach herrlich. Wieder dort zu sein, die schönen Leute vom letzten Jahr wiederzusehen und den ersten kleinen Sonnenbrand zu bekommen. Das Ganze lief wie ein perfektes Déjà-vu ab. Nur die Preisverleihung und all die wichtigen Menschen waren neu. Und großartig.
Norman von i-Ref, der die Laudatio für mich und die Kategorie Blog hielt, zitierte in seiner Rede: „Südtirol will nicht bekannt sein. Südtirol will begehrt sein.“
Recht hat er. Und Südtirol auch.
Mein Lomoherz ist jedenfalls wieder hängen geblieben.

Dankeschön ❤

Last month I received the South Tyrol Media Award for my blog entry „In 7 Tagen durch Südtirol – ein LomoRoadtrip“ (South Tyrol in 7 days – a lomo roadtrip). WHOA.
Ever since I got the news, I’ve been completely overjoyed that they let me show this beautiful piece of land in northern Italy from a lomo point of view and (most crazy of all) even declared it the winner.
Being back here felt warm and bright, a bit surreal, and like a complete déjà-vu. Re-visiting the places, meeting the people I had last seen a year before and finally being spoiled and praised for a project that holds all of my (lomo)heart was total magic.
Thank you ❤

Preisverleihung (10)Preisverleihung (11)

In Südtirol war im April schon alles warm und grün und satt. Lilaregen statt Goldregen, kurze Hosen statt Friesennerz (zumindest im Tal).
Das Weingut Alois Lageder, wo die Preisverleihung stattfand, war ein Traum – wildromantisch und ein bisschen paradeisisch. So heißt übrigens auch die zugehörige Weinschenke Vineria, Paradeis. Ganz versteckt, im unscheinbaren Örtchen Margreid, im tiefsten Süden Südtirols nahe der Weinstraße. Eine kleine Überraschung mit großer Leidenschaft. Vor genau einem Jahr stand diese Location schon einmal auf meiner Liste, und zwar für Tag 7, aber die knapp bemessene Zeit ließ mich nur bis zum Kalterer See vordringen. Was für ein Glück, dass die Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG) ausgerechnet dieses Idyll für den Abend der Preisverleihung auswählte:Preisverleihung (9)Preisverleihung (1) Preisverleihung (8)Hatte ich schon erwähnt, wie unglaublich schön dieser Saal war? Wie eigentlich alles an diesem Weingut…Preisverleihung (7)
Mit dabei aus der Kategorie Journalismus/Print: Fabian Hermann, the dark horse, denn er war nachgerückt und zog am Ende an allen anderen Finalisten vorbei. Seine Reportage „Da braut sich was zusammen“ ist ein knackiger Bericht über die aufstrebende Bierkultur Südtirols, allen voran das Batzen Bräu aus Bozen, auf das ich letztes Jahr ebenfalls aufmerksam wurde und wo in diesem Jahr eine Führung durch die Schaubrauerei samt Bierverkostung für uns stattfand (später mehr). Preisverleihung (6)
Gewinnerin in der Kategorie Fotografie war Anna-Kristina Bauer mit ihrem Beitrag „Im Land der Schneeköniginnen„. Künstliche Schneebefruchtung war ihr Thema, das ihr eine Nachtfahrt auf der Schneeraupe in den Südtiroler Bergen bescherte (da waren wir schon ein bisschen neidisch). Preisverleihung (5)
Während der Laudatio für die Kategorie Print wurden die besten Stellen aus Fabians Reportage zitiert. Annas Bilder wurden nach Laudatio und Rede enthüllt und collagiert ausgestellt, die anderen Fotografie-Beiträge jeweils auf eigenen Staffeleien. Aber wie präsentiert man einen Blogbeitrag (bzw. mehrere Beiträge) im analogen Leben? Die Lösung liegt auf der Hand: Man nimmt ein paar Hosenbügel, druckt einige ausgewählte Bilder und Zitate in A3 aus und hängt alles an eine für diesen Abend extra hereingerollerte Kleiderstange. Das passte zur allseits aufmerksamkeitserregende Lomographie und ich fand es super, dass die SMG die Idee direkt umgesetzt hat. „Am Ende ist doch wieder alles Print“, hieß es aus dem Publikum.Preisverleihung (4)Preisverleihung (2)

Ein Blick vom „Redner-Pult“ (das schicke Sofa, das ihr 3 Bilder weiter oben seht). Ich hatte einen kleinen Überraschungsmoment am Schluss meiner Rede eingebaut, chihi, aber mein Gott, war ich nervös! Während ich meine paar Zeilen herunterratterte, konnte ich nur daran denken, dass ich wahrscheinlich gerade verdammt tölpelhaft vor den Zuhörern stehe. Blöd nur, dass ich vor Aufregung völlig eingefroren war und mich keinen Millimeter bewegen konnte.
Und die Kamera hätte ich ruhig noch 2cm weiter an den Tischrand rücken können. Na, beim nächsten Mal 😉Preisverleihung (3)

Scheck und „Blumenstrauß“ für die Gewinner! Ein Blümchenpaket im Hochzeitsstil. Laudator Norman und ich kamen in schwarz.  web-smg-alex-filz-suedtirol-medienpreis-2013
„Mädchen“, meinte meine Mutter, „du kannst unmöglich als Pechmarie zur Preisverleihung gehen – schwarze Strumpfhose, schwarzes Kleid, schwarze Haare – das ist doch keine Beerdigung!“ Also band ich mir meine weiße Muschelkette ins Haar. Moin!Preisverleihung (14)

Und was für ein irres Gefühl das war, einen namhaften Fotojournalisten, der den größten Teil des Jahres in der Welt herumbummelt und für Zeitschriften wie Sunday Times Travel, Die Zeit und abenteuer und reisen arbeitet, mit einer X-Pro Doppelbelichtung kurz sprachlos gemacht zu haben.
Thomas Linkel, Juror in der Kategorie Fotografie, war 2013 zur gleichen Zeit wie ich in Südtirol, nur dass er für eine Cover-Reportage in abenteuer und reisen fotografierte und schrieb, während ich mir amateurhaft etwas für meinen kleinen Blog zusammenschusterte. Und jetzt waren wir schon wieder gleichzeitig dort, mit dem Unterschied, dass ich dieses Mal nicht nur von ihm hörte, sondern das Gala-Dinner zusammen mit ihm und dem Rest der tollen Jury am Tisch verbringen durfte.
Dufte.

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Ein letztes Mal: Danke an die SMG, an die Stiftung Südtiroler Sparkasse, an die Juroren aus der Kategorie Blog: Norman von i-Ref, Mia von uberding, Kunigunde von franzmagazine, Katja von Travelettes und Clemens von iGnant, und natürlich Danke an EUCH! 🙂

Bitte schaut euch auch die tollen Blog-Beiträge der anderen beiden Finalisten an: Liebe auf den ersten Schluck von Kathrin Lucia Meyer sowie Mit einer mannsgroßen Camera obscura in Südtirol unterwegs von Matthias Planitzer.

Alle Bilder (bis auf Bild 13) wurden mit einer LC-Wide und einem Lomo CN 400 aufgenommen. Bild 13 ist das offizielle Pressefoto zur Preisverleihung des Südtirol Medienpreises ©SMG

Einmal durch Italien, bitte! * One way ticket through Italy, please!

Conny allein auf großer Fahrt. Der Artikel dazu erschien am Montag auf Lomography.de, aber ich will euch meinen kurzweiligen Roadtrip quer durch Italien natürlich nicht vorenthalten 😉
PS: Der Artikel ist ein kleiner Vorgeschmack auf Bella Italia im Sommer, hat aber nichts mit meiner Reise nach Südtirol zu tun. Diese Geschichte erzähle ich euch später im Jahr…

kleiner sommer italien
Um mein Studium abschließen zu können, musste 2011 noch schnell ein Praktikum im Ausland her. Am liebsten englisch-sprachig. In England und den USA war ich schon und für Ozeanien reichte mein Taschengeld nicht aus. Blieben also noch 2 Möglichkeiten in Europa: Irland und, ja, Malta. Dort ist Englisch neben Maltesisch die offizielle Amtssprache. In Irland scheinen Praktika eher als ’studienbegleitend‘ aufgefasst zu werden, dort kam ich jedenfalls für 5 Wochen nirgends unter. Dafür gab es in Malta kein Praktikum unter 4 Monaten. Aber nach Malta wollte ich immer schon mal, also warum nicht gleich mehrere Monate auf der Sonneninsel im Mittelmeer verbringen? Und darin lag auch der Kasus Knaxus. Mittelmeer und Insel. Nicht mal eben umme Ecke und auch nicht bequem mit dem Auto zu erreichen. Fliegen finde ich ganz fürchterlich und sowieso fahre ich lieber mit dem Zug. Also rief ich in Malta an und sagte ich käme 1 Woche später an. Mit dem Schiff.
Und um dieses Schiff, oder besser gesagt, die Fähre, nach Malta zu erwischen fuhr ich mit dem Zug einmal quer durch Italien – von Verona bis zum Hafen von Catania, von wo aus ich schließlich nach Malta schipperte. Noch schnell ein kleiner Road (Railway) Trip vor dem Praktikum: single, no return bitte.
Ich besorgte mir ein InterRail Ticket für Europa und stieg am Ende des Sommers in den Zug gen Süden. Einmal quer durch Deutschland, Österreich und Italien – mit dem InterRail Country Pass relativ günstig und eigentlich auch recht bequem. Auf trenitalia.com kann man inzwischen auch auf Englisch die passenden Zugfahrkarten zum InterRail Ticket bestellen.
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Before I could hand in my master thesis and thus finish my studies, I had to arrange for an internship abroad and I wanted it to be in an english-speaking country. I had already seen parts of the US and the UK and my savings limited me to Europe anyway (one day, Oceania, one day…). That kind of left me with two options: Ireland (one of these countries you always want to visit, but gets pushed down the list by trendier countries and road trips) and, yes, Malta! Besides Maltese, which sounds like a mixture of Italian and Arabic, English is the second official language spoken on the little island in the Mediterranean Sea. And unlike Ireland, Malta wanted me straight away (well, at least the travel company I applied at did).
So Malta it was. But how to get there? I hate all things related to flying (you know, Helicopters, Jets,
Hovercrafts…), but I love travelling by train (though not so much in the summer, as I quickly came to realize). So I called Malta and told them that I would be arriving a few days later than the rest. By boat.
There’s a ferry leaving from Catania, Sicily, which takes you to Malta in only 3 or 4 hours. And what better excuse to enjoy a quick road (railway) trip through Italy in order to catch that ferry? So, one day in August, I boarded the train in North Germany and went all the way down south, spending a few days in Verona (home to Romeo and Juliet) and Catania (scared the bejesus out of me).
Have a look …
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1. Halt: Verona

Wer wie ich vor Erscheinen des Films Briefe an Julia noch nie in Verona war, sei gewarnt. Nicht nur, dass der berühmte Balkon am angeblichen Casa di Giulietta erst weit nach Shakespeare’s Uraufführung für touristische Zwecke angebaut wurde (in den 30er Jahren!), es werden im Gegensatz zum Film auch keine kleinen Zettel mit Liebeswünschen an der Hauswand befestigt. Stattdessen müssen sich inzwischen Tausende von Liebespaaren an der Wand des Eingangstunnels verewigt haben, was diesen nicht romantisch verwoben, sondern recht beschmiert aussehen lässt. Das inszenierte Haus der Julia  kann auf den Spuren des Liebespaars besichtigt werden, ist aber in Wahrheit der palastartige Bau der Familie Capello, die dort im im 14. Jahrhundert lebte.

Vor dem Umbau zum Casa di Giuletta war das Haus als Gasthof und zum Teil auch als Stall genutzt worden. Mitten im Innenhof steht eine bronzene Statue und nachdem man Julias linke Brust für glückliche Zeiten betatscht hat, sollte man unbedingt in das anliegende Geschäft hineinschauen in dem man seinen oder andere Namen kalligrafisch auf eine Vielzahl von ausgewählten Stoffen, wie Tücher oder Kissenbezüge, sticken lassen kann.
Vom Haus der Capulets sind es nur einige wenige Schritte bis zum Piazza delle Erbe, der von historischen Fassaden aus verschiedenen Jahrhunderten umgeben wird. Dort steht auch der Uhrturm Torre del Gardello aus dem 14. Jahrhundert, hier rechts mit Heiligenschein zu sehen.

Der Piazza delle Erbe ist Marktplatz und Versammlungsort dieser mittelalterlichen Stadt und überhaupt gehört die schöne Altstadt von Verona zum Weltkulturerbe.

Das Zentrum lässt sich über verschiedene Brücken erreichen, eine der bekanntesten ist wohl die Ponte Pietra (Italienisch für Steinbrücke), eine römische Bogenbrücke über dem Fluss Etsch.

Von der Brücke hat man einen tollen Ausblick auf den Hügel San Pietro mit dem Teatro Romano di Verona, dem Archäologischen Museum im Römischen Theater – dem ehemaligen Kloster des Hl. Hieronymus – und dem Castel San Pietro

Auf der anderen Seite des Flusses gibt es ein Hostel mit unglaublich viel Flair. Etwas ranzig, wie Hostels nun mal so sind, aber es war trotzdem eines der Schönsten in dem ich jemals untergekommen bin. Das Ostello Verona ist eine alte Villa mit hohen Wänden und bemalten Decken, riesigem Garten und wunderschönem Ausblick über die Stadt. Reservieren braucht man vorher nicht, man kann einfach vorbeikommen und es sich gemütlich machen. Und das Beste: es ist wirklich günstig und überhaupt nicht weit entfernt von der Altstadt.

Der Bahnhof Porta Nuova in Verona ist schwerer Eisenbahnknotenpunkt. Von dort aus fuhr ich 2 Tage später nach Rom, wo die Fahrt mit dem bequemen und klimatisiertem Schnellzug leider endete. Weiter ging es in Richtung Sizilien mit einer Art Bimmelbahn, die wirklich in jedem kleinen Ort anhielt. Aber zum Glück musste ich mit meinen gefühlten 63 Kilo Gepäck nicht noch einmal umsteigen. Ich machte es mir in meinem überhitzten Abteil gemütlich und bekam ab und an Gummibärchen von der englischen Familie, die in Genua ausstieg und die meisten Zeit Ich sehe was, was du nicht siehst spielte. Später unterhielt ich mich mit einer reiselustigen Frau, die gerade einen ähnlichen Roadtrip hinter sich hatte und nun auf dem Weg nach Hause war.
Und die ganze Zeit rauschte Italien wie aus dem Bilderbuch an mir vorbei – die Alpen im Norden, die Zypressen in der Toskana und schließlich das Meer.

2. Halt: Catania

Kurz vor der Überfahrt nach Messina hingen wir dann geschlagene 2 Stunden in Villa San Giovanni fest. Hinter Rom werden die Durchsagen nicht mehr ins Englische übersetzt, aber meine italienischen Mitfahrer wussten auch nicht so recht, weshalb wir vor der Fähre standen und nichts passierte. Damit nicht genug war es zudem so heiß, dass mein roter Kuli auslief und mein T-Shirt fortan ‘blutverschmiert’ war.
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Kurz vor Mitternacht kam der Zug in Catania an und ich wollte nur noch ins Bett fallen, egal ob ich mein Zimmer mit 4 oder 10 Leuten teilen sollte, das hatte ich in der Zwischenzeit schon wieder vergessen. Aber es kam schlimmer. Das Hostel hatte mein „Zimmer“ spontan an eine Schulklasse vermietet und so schickten sie mich mit meinen Koffern mitten in der Nacht 7 lange Straßen weiter in eine Art Stadtwohnung im 5. Stock, ohne Farhstuhl. Und morgens um 1 war es irgendwie immer noch heiß.
Ich freute mich auf Catania bei Tag, aber das ungute Gefühl der letzten Nacht wurde ich irgendwie nicht los. Catania war mir einfach nur unheimlich. Vielleicht hätte ich mir vor meiner Reise nicht Der Pate ansehen sollen, aber fest steht – sollte ich jemals wieder in Cartania sein, dann bitte in Begleitung.
Catania (4)

Catania ist nach Palermo die zweitgrößte Stadt auf Sizilien. Die spätbarocke Architektur der Altstadt ist wirklich wunderschön und gehört ebenfalls zum UNESCO-Welterbe.

Und mittendrin: Der Elefantenbrunnen auf dem Palazzo degli Elefanti in der Nähe des Piazza del Duomo, eine Art zentraler Marktplatz. Er zeigt einen obeliskentragenden Elefanten, das Wappensymbol und Wahrzeichen der Stadt.

Catania (2)Kathedrale von Catania

Läuft man vom Piazza del Duomo die Via Etnea entlang, der Hauptstraße Catanias mit vielen Geschäften und Plätzen, kommt man theoretisch irgendwann am Ätna an. Sehen kann man ihn auf jeden Fall schon.

Auf meinem Weg zurück in die Wohnung kam ich an einem Antiken Römisch-Griechischen Theater vorbei – das Teatro Romano & Odeon. Beinahe hätte ich es nicht entdeckt. Wenn man bei fast 40 Grad eine Straße hinaufschnauft vergisst man schnell mal alles um sich herum und beschränkt sich aufs Fluchen.
Auf dem Hügel am Ende der Straße soll früher die Akropolis gestanden haben, wobei sich der Eingang zu diesem Teatro, der von den Römern samt Odeon umgebaut wurde, recht gut versteckt hält. Es wurde von späteren barocken Bauten regelrecht verdeckt und ist daher leicht zu übersehen. Nur zur Sicherheit: Der Eingang befindet sich in der Via Emanuele 266.
Catania (10)

Laut Broschüre hatte der Zuschauerraum im Originalzustand einen Durchmesser von ungefähr 100 Metern und Platz für rund 7.000 Zuschauer. Die Stufen, Zuschauerreihen und das Orchestra sind aus schwarzem Lavagestein gebaut. Das kleine Odeon, ebenfalls aus Lavagestein, liegt direkt neben, aber etwas höher als das große Teatro Romano.

2 Tage später machte ich mich dann auf in Richtung Catania-Hafen; in Italien öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen ist ja immer ein Erlebnis für sich. Die Fähre nach Malta stand schon bereit und mit Sonnenaufgang brausten wir los. Ein paar Stunden später empfing uns Maltas Hauptstadt Valletta quasi mit offenen Hafenarmen…und mein Road Trip näherte sich dem Ende.

Da war ich also, in Malta, einer winzigen Insel im Mittelmeer in Sand- und Feuerwerksfarben.
… aber das ist eine andere Geschichte 🙂

Alle Bilder wurden mit der LC-A, die I., aufgenommen. Unter dem Herzen trug sie drogerieübliche (Rossmann) Farbnegativ-Filme, wahrscheinlich mit ISO400 (damals habe ich noch nicht so darauf geachtet…).

Ab in den Süden!

So. Jetzt geht es bald los. Südtirol. Seit Wochen denke ich an nichts anderes mehr, nerve zu gleichen Teilen Familie, Freunde und Kollegen und träume von frischen Kühen und Buttermilch – ehm, umgekehrt!
Überall in meiner Wohnung hängen Zettel, damit ich nicht aus Versehen die Wände anmale, wenn mich die Inspiration überrascht. Noch zu erledigen: – Hier Ideen für Motive: – Unbedingt einpacken:  etc.

Vorbereitung

Das war kein Witz…

Nur gut, dass mir Mama letzte Woche noch den Reisepass geschickt hat (Danke, Mama!). Jaja, Italien gehört wohl zur EU und alles, aber mein Personalausweis ist trotzdem schon seit über einem Jahr abgelaufen (darf man das überhaupt laut schreiben?).

Vielleicht kurz zur Erinnerung: Eines späten Abends im Januar bekam ich eine E-Mail von der Südtirol Marketinggesellschaft mit der Nachricht, dass mein Baby Lomoherz zu den Finalisten in der Kategorie Blog gehört. Finalist von was? Vom Südtirol Medienpreis 2013! Für die Reise dorthin durfte ich mir eine beliebige Woche im Jahr aussuchen, und die ist jetzt bald dran. (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an das Orga-Team!!)

Ich hatte also 16 Wochen Zeit, an meinem Konzept zu feilen, noch ein bisschen knipsen zu üben und erst mal zu gucken wie die Provinzhauptstadt heißt. 16 Wochen später und ich fühle mich so schlau wie vorher. Obwohl … Bozen! Die Hauptstadt der autonomen Provinz Südtirol heißt Bozen! Ansonsten fühle ich mich gerade ein wenig überwältig von dem, was Südtirol scheinbar alles zu bieten hat. Am besten lasse ich mich einfach von Land und Leute überraschen. Genügend Überraschungs-Filme habe ich ja (hoffentlich) … 🙂

Vorrat

Da lacht das Lomoherz.

Und unter uns – ein bisschen Schiss habe ich auch. Davor, dass mir auf dem Berg der Film von der Rolle reißt. Davor, dass ich meine geliebte(n) Kamera(s) irgendwo liegenlasse, tollpatschig wie ich bin. Und vor Zahnschmerzen.

Aber das wird schon. Meine Vorfreude übersteigt alles. Haha, überSTEIGT. Oh Mann..

Drückt mir die Daumen, Freunde, Kommentare zur Region Südtirol gerne hier drunter.

Genießt den schönen Sonntagabend,

Conny
Mehr Infos zum Preis: http://www.suedtirolmedienpreis.it/

Weekly Photo Challenge: Forward

32 degrees above zero, my LC-A and a heavy heavy light leak | 32 Grad, meine LC-A und ein heftiges ‚Licht-Leck‘

Verona

Do I still move forward, when I’m treading backwards to cheat time?

Place: Torre dei Lamberti, Piazza dell’Erbe, Verona, Italy

Lomoherz ist wieder da! – The heart is back!

 (You’ll find the English version below the video)

Nach meiner unfreiwilligen und monatelangen Internetabstinenz (na so halb), habe ich nun endlich wieder festen Zugang zur schönen virtuellen Welt. Und zur Feier des Tages gibt es ein neues Röckchen!
Neues Jahr, neues Herz, und besser hätte es gar nicht beginnen können!
In meinem Jahresrückblick habe ich ja schon mit einigen Veränderungen ‚gedroht‘, haha. Hier kommt nun also der erste Streich: Lomoherz präsentiert sich ab sofort etwas aufgeräumter, etwas weißer, um Platz für all die Sachen zu schaffen, die ich in den nächsten 50 Wochen ausprobieren will.
Das heißt, wenn ich überhaupt dazu komme, DENN, haltet euch fest (…naja, einige haben ja schon auf Facebook geluschert…), Lomoherz ist für den Südtirol Medienpreis nominiert! Obwohl, ‚nominiert‘ ist vielleicht das falsche Wort, denn Weiterlesen

Weekly Photo Challenge: 9 Things that make me happy

Laughing with my friends +++ Travelling +++ Adventures at the beach +++ Watching the little ones in my family grow up +++ Lomography +++ Living in the north, ever close to the sea +++ Flowers, bright as the sun +++ Remembering scenes from the past +++ Home, or seeing my church tower, as my mum would metaphorically say 🙂

auf dem Weg nach Catania

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Einmal quer durch Italien – mit dem InterRail One Country Pass relativ günstig und eigentlich auch recht bequem. Auf trenitalia.com kann man inzwischen auch auf Englisch die passenden Zugtickets zum One Country Pass bestellen. Ich bin von Norddeutschland nach Verona gereist, dann weiter nach Catania über Rom. Kurz vor der Überfahrt nach Messina hingen wir allerdings geschlagene 2 Stunden in Villa San Giovanni fest. Hinter Rom werden die Durchsagen nicht mehr ins Englische übersetzt, aber meine italienischen Mitfahrer wussten auch nicht so recht, weshalb wir vor der Fähre standen und nicht passieren durften. Damit nicht genug, war es zudem so heiß, dass ausgerechnet mein roter Kuli auslief und ich die Reise scheinbar ‚blutverschmiert‘ fortsetzen musste.