Urban Knitting


Urban Knitting
– bisher hatte ich nur darüber gelesen (bestimmt in der Neon), und es erstmal großspurig als neuen Großstadt-Hype abgetan, der mir höchstwahrscheinlich in Berlin oder Amsterdam begegnen würde.

Das belgische Städtchen Turnhout würde ich nicht direkt als Großstadt bezeichnen. Es hat um die 41.000 Einwohner und, wie man oben sieht, mindestens einen bestrickten Baum. Und der steht mitten in der sehr überschaubaren und gemütlichen Innenstadt – How very urban!
Ein Baum, der bestimmt von hundert anderen Bäumen zu dieser Jahreszeit beneidet wird. (Augenscheinlich steht er wohl direkt vor einem Wollladen, ist mir vor Ort gar nicht aufgefallen..)

Und just, als ich mir Gedanken über die nächste Überleitung mache, läuft im Fernseher eine Werbung für Bionade. Und was sieht man? Urban Knitting überall! Es ist ja unglaublich..

Dem Urban Experience schloss sich jedenfalls mein erster längerer Aufenthalt in Belgien an: 3 Tage im Norden des Landes, immerhin. Wenige Jahre zuvor hatte ich nur mal ein paar Stunden Aufenthalt in Brüssel, als ich mit meinem 1-Jahres-Übergepäck aus England in kein Flugzeug mehr passte und daher den Bus von London nach Lübeck nehmen musste.
In Brüssel blieb mir also keine Zeit, die schönen belgischen Dinge des Lebens (= Nougatpralinen und Bier) zu probieren, was auf dieser Reise nachgeholt wurde (minus Pralinen). Eigentlich bin ich gar kein großer Bier-Fan, aber zum Glück gab es in Belgien auch die fruchtigen Mischungen mit Himbeer- und Kirschgeschmack für Mädchen. Oh, wie lecker die waren! Während ich also bei den bunten Bieren blieb, probierten sich meine Kollegen durch die Herben und Blonden. Das mag jetzt nach literweise Bier und langen Nächten klingen – dem war aber nicht so, denn: Belgische Biere haben ein paar mehr …hmm…Umdrehungen, als wir es von dem deutschen Hopfensaft gewohnt sind. Und das merkt man spätestens nach dem zweiten Bier…

Belgische Bière

Von Urban Knitting zu Urban Outfitters ist es nicht mehr weit. Urban Outfitters ist der Inbegriff des Hipster-Ladens und hat mir zum ersten Mal in San Francisco die Sprache verschlagen, dann in London und endlich habe ich auch einen in Hamburg entdeckt. Und dort, liebe Freunde der Lomografie, gibt es neben Fashion to kill for und Dingen, die man nicht braucht, aber trotzdem haben muss, auch eine Auswahl an Lomo-Kameras. Ich male mal eine Karte, wie man dort am besten hinkommt:

ConnyMaps

Das war’s dann, mein erstes Urban Knitting Experience. Ein Schmunzeln hat’s hervorgebracht, es bleibt also in guter Erinnerung. Seither ist mir kein wollbehangener Baum mehr begegnet, aber ihr Berliner und Amsterdamer seht wahrscheinlich regelmäßig bestrickte Pfosten und Stromkästen auf dem Weg zur Arbeit. Anfangen zu stricken werde ich deshalb aber trotzdem nicht 🙂

10 Gedanken zu „Urban Knitting

  1. Hier in HRO (auch eher klein als groß) hab ich sowas im Sommer auch schon mal gesehen und hab mich noch gewundert. Ein umstricktes Fahrrad habe ich noch mit der Diana F+ fotographiert. Nur leider ist das Foto zu dunkel um es zu erkennen. Am nächsten Tag war das Fahrrad weg. Ich hab mich gefragt, ob wohl jemand damit fährt oder ob es immer an einem neuen Platz steht um bewundert zu werden…

    • Hro – wie schööön, ein Gruß aus der Heimat! 🙂 Dass dort auch Dinge bestrickt werden, hätte ich mir ja denken können – aber gleich ein Fahrrad? Lol, das muss ja lustig ausgeschaut haben.
      Wo finde ich denn andere schöne Lomos aus dem wunderbaren, grünen, und stets vermissten M-V bei dir?

  2. Well, you ‚knitted‘ an intriguing collage with your Instagram app. I like it. I’m also fond of the beer photo showing the variety and colours of beer; did you taste them? I’m only familiar with Stella Artois, which is very good, of course!

    • Hey Janina, nice to hear from you! How is life DownUnder?
      Sorry to disappoint, but this is not a knitted instagram collage 😦 I shot the funny tree with my actionsampler (one of the more toy-like cameras among lomo devices), which captures 4 pictures in one frame, while you’re on the move. And I was very on the move, for I hit the release button while still walking (and which shows on the last picture…)
      But yes, I did taste them all, and let me tell you, they are delicious! (Even the lager (or blonde one, as we’d say), though I’m not very fond of beer in a..hmm..purer form.) I sticked to the red one in the middle – beer with cherry flavour, yum! 😀
      Thanks for visiting!
      PS I’m planning bilingual posts in the future 😉

  3. In Wien gibt´s das auch sehr oft, von Baugerüsten bis zu bestrickten Denkmälern ist alles dabei – ich find das super 🙂 Eines gefällt mir besonders gut – das ist mit der Zeit etwas ausgeartet, man geht durch einen bestrickten Wald 🙂 Letztens bin ich wieder vorbeigegangen und da musste ich an deinen Eintrag denken. Schön!
    Liebe Grüße!
    Evi

    • Hallo Evi,
      ja erstaunlich, jetzt sieht man es hier auch überall. Du hast recht, an einigen Stellen artet es ein wenig aus – letztens wurden nackte Statuen (für den Winter?) bestrickt 🙂 Natürlich hatte ich an dem Tag keine Kamera dabei, mööp..
      Hast du ein Foto von deinem bestrickten Wald? Hört sich echt lustig an!
      Schöne Grüße nach Österreich! (und ein frohes neues Jahr, wenn man das so spät im Jänner noch sagen darf?:)

  4. Hej Conny! Dir auch ein frohes, neues Jahr (bis Februar kann man das ruhig noch wünschen)! 😀 naja, es soll ja niemand frieren müssen…Schade, dass du kameralos warst, ich find das immer sehr schön anzusehen.
    Und ja, ich hab Fotos gemacht 🙂 Kann ich die hier irgendwie direkt posten?
    Liebe Grüße aus dem grauen, nassen, schneematschigen Wien 😉

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